In der letzten Sitzung des Gemeinderates Pollenfeld im Jahr 2026 war noch einmal ein umfangreiches Programm abzuarbeiten.
Zunächst ging es um einen Förderantrag beim Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) für zwei Maßnahmen im Ortsteil Weigersdorf, die im Rahmen der Dorferneuerung durchgeführt werden sollen. Im Andreasweg soll bei der St. Andreaskirche ein barrierefreier Zugang zum Friedhof gebaut werden.

Foto: An der St. Andreaskirche in Weigersdorf soll ein barrierefreier Zugang zum Friedhof gebaut werden. Außerdem ist geplant, den Maibaumplatz im Andreasweg (im Hintergrund) neu zu gestalten. Der Gemeinderat beschloss beide Maßnahmen und beantragt eine ELER-Förderung (Foto: Siegfried Fries)
Außerdem ist geplant den Maibaumplatz neu zu gestalten. Nach der Kostenberechnung des planenden Ingenieurbüros Lars Consult aus Memmingen werden für beide Maßnahmen knapp 378.000 Euro veranschlagt. An Förderung aus dem ELER-Programm sind 50 Prozent der Kosten zu erwarten. Das Gremium stimmte der Ausführung des Vorhabens einstimmig zu.
Die DJK Preith beabsichtigt die beiden bestehenden Tennisplätze auf dem Vereinsgelände zu renovieren. Die mehr als 35 Jahre alten Sportanlagen sollen zu modernen Allwetterplätzen auf Quarzsandbasis umgebaut werden, um den Trainings- und Spielbetrieb im Jahresverlauf länger aufrecht erhalten zu können. Die geschätzten Gesamtkosten für die Maßnahme werden auf zirka 140.000 Euro geschätzt. Neben dem Zuschussantrag beim Bayerische Landes-Sportverband, von dem 40 Prozent Zuschuss erwartet werden können, beantragt der Verein einen Zuschuss der Gemeinde zur Finanzierung des Bauprojektes. Nach den gemeindlichen Richtlinien zur Förderung der Vereine stellte der Gemeinderat einen Zuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Investitionskosten in Aussicht.
Vom Musikverein Jura-Blaskapelle Pollenfeld lag ein Antrag auf Nutzung der Bauhofhalle in Pollenfeld am 19. und 20. September 2026 vor. Der Musikverein möchte an diesen beiden Tagen sein 40-jähriges Gründungsjubiläum feiern. Das Gemeindegremium stimmte dem Antrag einstimmig zu.
Zu entscheiden war über verschiedene Anträge auf Förderung der Jugendarbeit in der Gemeinde. Gemäß den bestehenden Förderrichtlinien erhält die Chorgemeinschaft Pollenfeld für 63 jugendliche Mitglieder einen Zuschuss von 333,50 Euro, die DJK Pollenfeld für 290 Jugendliche 1.355 Euro und die Freiwillige Feuerwehr Pollenfeld für 25 Mitglieder aus der Feuerwehrjugend 162,50 Euro.
Im Rahmen der Trägerbeteiligung musste sich das Gremium mit den Bauleitplanungen der Nachbargemeinden Titting und Schernfeld befassen. Mit dem Bebauungsplan „Schulstraße Süd“ möchte der Markt Titting im Ortsteil Morsbach ein maßvolle Nachverdichtung erreichen. Die Gemeinde Schernfeld beabsichtigt mit der Änderung des Flächennutzungsplanes und der Änderung des Bebauungsplanes „Erweiterung des Gewerbegebietes am Gewend“ die Voraussetzung zur Ansiedlung eines Supermarktes am nordöstlichen Ortsrand von Schernfeld zu schaffen. Gegen alle Maßnahmen werden von der Gemeinde Pollenfeld keine Einwände erhoben.
In nichtöffentlicher Sitzung wurden die eingereichten Vorschläge für die Ehrungen beim Neujahrsempfang der Gemeinde, der am 18. Januar 2026, um 14.00 Uhr in der Turnhalle in Pollenfeld stattfinden wird, auf ihre Zulässigkeit im Rahmen der gemeindlichen Ehrenordnung geprüft und beschlossen.
Wie Bürgermeister Wolfgang Wechsler erläuterte, ist aufgrund einer gesetzlichen Änderung die Nachrüstung der gemeindlichen Überlaufbecken in Weigersdorf, Seuversholz, bei der Kirche in Pollenfeld und der Kläranlage Pollenfeld mit Messeinrichtungen notwendig, die bei starken Regenereignissen verschiedene Daten liefern sollen. Den Auftrag zur Installation der Einrichtungen in Höhe von knapp 86.000 Euro erhielt eine Firma aus Rohr.
Vergeben wurden auch die Leistungen zur Klärschlammentsorgung im Jahr 2026 an eine Firma aus Burgoberbach. Der Klärschlamm wird durch die Firma einer landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt.
Das Gemeindeoberhaupt informierte über die vom Träger und dem Kindergartenteam gewünschten Umbauarbeiten im Kindergarten St. Brigida in Preith. Durch einen Anbau an der westlichen Straßenseite des Kindergartens soll der Speiseraum vergrößert werden. Zugleich ist gewünscht den Anbau zu unterkellern, um weiteren Raum zu gewinnen. Der Gemeinderat einigte sich darauf, zuerst die anfallenden Kosten ermitteln zu lassen, bevor eine endgültige Entscheidung gefällt wird.