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Gemeinderat vom 15.01.2026

Zu Beginn der ersten Sitzung im Jahr 2026 am 15. Januar beschäftigte sich der Gemeinderat Pollenfeld mit der Änderung des Bebauungsplans „Ziegelhütter Weg“, der auf einer Fläche von sieben Hektar aus 68 Bauparzellen besteht. Für das Baugebiet am nordöstlichen Ende von Pollenfeld, besteht ein rechtskräftiger B-Plan, der eine Vielzahl von Festsetzungen beinhaltete, welche den derzeitigen Baugepflogenheiten nicht mehr entsprechen.

Der Gemeinderat entschied daher die Anpassung von Festsetzungen, die an die aktuellen Wohnbedürfnisse der Bevölkerung angeglichen werden.

Damit sollen unnötige Befreiungsverfahren erspart werden. Die Änderungen betreffen vorwiegend gestalterische Vorgaben und sollen insbesondere kostensparendes Bauen ermöglichen, eine städtebauliche Anpassung des B-Planes an die gegenwärtige Bauart möglich machen und die Nachverdichtung fördern. Wesentliche Änderungen betreffen zum Beispiel die Reduzierung der Baugrenzen von fünf auf drei Meter sowie die Aufhebung der Baugrenzen an den Außengrenzen des B-Planes.

In den Festsetzungen zur Bauweise wurden die Gestaltungsvorgaben zu den Gebäuden weitestgehend gestrichen. Die im Rahmen der Öffentlichkeits- und Trägerbeteiligung abgegebenen Stellungnahmen wurden vom Gremium abgewogen. Die Satzung wurde in der vorliegenden Form beschlossen.

 
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Auf Beschluss des Gemeinderats wurde die Turnhalle der Grundschule Pollenfeld für das Interessenbekundungsverfahren für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ angemeldet (Foto: Siegfried Fries)
 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bund stellt im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität für die Kommunen Mittel zur Sanierung von Einrichtungen, die primär der Ausübung von Sport dienen, zur Verfügung. Die Auswahl der zu fördernden Projekte erfolgt nach Durchführung eine Interessenbekundungsverfahrens durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages. Der Gemeinderat beschloss auf Vorschlag von Bürgermeister Wolfgang Wechsler die Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren zur Sanierung der Turnhalle der Grundschule Pollenfeld.

Der Bürgermeister und die Geschäftsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Eichstätt Angelika Groner informierten das Gemeindegremium über das „Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung“, den sogenannten Bauturbo, des Deutschen Bundestages.

Hiermit soll ein zentrales Signal für schnelleren und einfacheren Wohnungsbau gesetzt werden. Ziel ist es, kommunale Verfahren zu entlasten, Planungen zu beschleunigen und Wohnraum schneller verfügbar zu machen.

Mit dem neuen Gesetz können grundsätzlich abweichende Regelungen vom Bauplanungsrecht zugelassen werden, wenn dadurch zusätzlicher Wohnraum entsteht. Das soll mehr Flexibilität bei der kommunalen Bauleitplanung eröffnen und ermöglichen, Projekte gezielter voranzubringen. Allerdings dämpften die Vortragenden, und auch Stimmen aus dem Gremium, die Euphorie, da nähere Ausführungsbestimmungen und Informationen von übergeordneten Behörden und des Gemeindetages noch fehlen. Diese sollten vor Anwendung noch abgewartet werden.

Zu entscheiden war noch über einen vorliegenden Antrag der FFW Preith mit folgendem Inhalt. Die Feuerwehr beabsichtigt nicht mehr benötigte Einsatzgummistiefel über den Landesfeuerwehrverband in die Ukraine zu spenden. Der Gemeinderat hat nichts dagegen.

Im Weiteren wurde beantragt die Feuerwehrbekleidung der Jugendfeuerwehr, die im alten Feuerwehrhaus keinen Platz mehr findet, in einem zu beschaffenden Container unterzubringen. Der Gemeinderat strebt allerdings als Übergangslösung an, bis zum Bau des neuen Feuerwehrhauses, die Kleidung in der anliegenden Halle der Jagdgenossen Preith, mit deren Zustimmung, zu lagern.

Von der Feuerwehr wird außerdem die baldmögliche Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens (MTW) gewünscht. Grund hierfür ist der schlechte Zustand des alten Feuerwehrautos, das bisher als MTW genutzt wird. Das Gremium beabsichtigt, die notwendige Anschaffungssumme in den Haushalt 2026 einzustellen.


Aus der Sitzung:
• Der Gemeinderat beschloss auf Vorschlag der Verwaltung für das Rechnungsjahr 2026 einen Zinssatz von 0,9 Prozent für die Ermittlung der zu buchenden kalkulatorischen Zinsen.
• Keine Einwände der Räte bestand gegen einen Bauantrag zum Neubau eines Anbaus mit Technik- und Lagerraum an eine bestehende gewerbliche Lagerhalle im Tittinger Weg in Pollenfeld.
• Auch gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes des Marktes Titting, mit dem Zweck, die Gemeinbedarfsflächen für den Kindergarten Kaldorf zu erweitern, wurden keine Einwände erhoben.
• Der Anschaffung von Feuerwehrbedarf für die Freiwilligen Ortsfeuerwehren der Gemeinde für das Jahr 2026 stimmte der Gemeinderat mit kleinen Abstrichen grundsätzlich zu.